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Objektbeschreibung

Henkelkrug aus hellgelber Irdenware mit weitem Hals und abgesetztem beschädigten Rand, eiförmigen Körper und Standboden. Das auf einer schnelldrehenden Töpferscheibe gefertigte Gefäß erhielt einen handgeformten Henkel appliziert. Wegen der dünn ausgearbeiteten Wandstärke wird das Gefäß als sogenannte Eierschalenware bezeichnet. Es wurde zusammen mit einem Gefäß entsprechender Form gefunden (vgl. KtW 416.3). Der Gefäßbauch weist im unteren Bereich Schabspuren der Überarbeitung in lederhartem ungebranntem Zustand auf, mit der die Wandstärke ausgedünnt wurde. Der Standfuß weist eine umlaufende Riefe auf. Das Gefäß entstammt dem Inventar einer arsakidenzeitlichen parthischen Wölbgruft, die im Süden des Qasr bint al-Qadi im Stadtgebiet Ktesiphons gefunden wurde. Im Gefäß befindet sich eine nicht zugehörende Scherbe.