Fragment einer Tunika
Objektbeschreibung
Das Fragment gehörte zu einem speziellen Typ von Leinentuniken mit rechteckig ausgesparter Halsöffnung und breiten, eng beieinander liegenden clavi (Längsstreifen), die auf Vorderund Rückenteil von den Schultern bis zur Unterkante verliefen. Die vordere und hintere Kante am Halsausschnitt säumten kurze, seitlich an die clavi stoßende Borten.
Machart sowie Stil und Ikonographie der Besätze dieser Tuniken lassen vermuten, dass sie in derselben Achmīmer Werkstatt angefertigt wurden.
Das Grundgewebe dieses Fragments weist mittig eine Kappnaht auf, die von den nach Fertigstellung der Tunika applizierten, jeweils aus zwei Teilen zusammengenähten clavi überlappt wird. Diese sind im unteren Teil mit einem Flicken unterlegt, welcher anscheinend aus dem Gewebe der fehlenden Hälfte stammt und dazu gedacht war, das Objekt für den Verkauf optisch vollständiger erscheinen zu lassen. Er wurde unsachgemäß quer zum Gewebeverlauf der Tunika verklebt und ist ohne Substanzverlust der originalen clavi nicht zu entfernen.
Die wie ein Wimmelbild wirkenden Darstellungen in den clavi sind in handwerklich meisterlicher Qualität, äußerst detailreich und in einer bemerkenswerten Farbenvielfalt
ausgeführt. Schmale Randstreifen mit braunvioletten Chevrons auf schwarzem Grund fassen die rotgrundige, mit einem doppelten Flechtband verzierte Mittelbahn ein. Die aus bunten Chevrons bestehenden Stränge des Flechtbandes bilden Ovale mit verschiedenen, sich wiederholenden Füllungen. Zu erkennen sind ein über einem Vogel
schwebender Eros, zwei Papageien über zwei sich anblickenden Stieren und zwei laufende Tiere mit gefleckten Körpern zu Seiten eines Blattwedels. Flügelpalmetten
oder mit Blüten und Blättern gefüllte Halbkreise markieren die Kreuzungspunkte des Flechtbandes, in dessen Zwickeln Enten- und Pfauenpaare mit zurückgewendetem Kopf sowie ein Stier und ein Vogel wiedergegeben sind. Manche figürlichen Motive werden vom Flechtband gekreuzt, einige sind kopfüber oder versetzt zur Leserichtung abgebildet.
Machart sowie Stil und Ikonographie der Besätze dieser Tuniken lassen vermuten, dass sie in derselben Achmīmer Werkstatt angefertigt wurden.
Das Grundgewebe dieses Fragments weist mittig eine Kappnaht auf, die von den nach Fertigstellung der Tunika applizierten, jeweils aus zwei Teilen zusammengenähten clavi überlappt wird. Diese sind im unteren Teil mit einem Flicken unterlegt, welcher anscheinend aus dem Gewebe der fehlenden Hälfte stammt und dazu gedacht war, das Objekt für den Verkauf optisch vollständiger erscheinen zu lassen. Er wurde unsachgemäß quer zum Gewebeverlauf der Tunika verklebt und ist ohne Substanzverlust der originalen clavi nicht zu entfernen.
Die wie ein Wimmelbild wirkenden Darstellungen in den clavi sind in handwerklich meisterlicher Qualität, äußerst detailreich und in einer bemerkenswerten Farbenvielfalt
ausgeführt. Schmale Randstreifen mit braunvioletten Chevrons auf schwarzem Grund fassen die rotgrundige, mit einem doppelten Flechtband verzierte Mittelbahn ein. Die aus bunten Chevrons bestehenden Stränge des Flechtbandes bilden Ovale mit verschiedenen, sich wiederholenden Füllungen. Zu erkennen sind ein über einem Vogel
schwebender Eros, zwei Papageien über zwei sich anblickenden Stieren und zwei laufende Tiere mit gefleckten Körpern zu Seiten eines Blattwedels. Flügelpalmetten
oder mit Blüten und Blättern gefüllte Halbkreise markieren die Kreuzungspunkte des Flechtbandes, in dessen Zwickeln Enten- und Pfauenpaare mit zurückgewendetem Kopf sowie ein Stier und ein Vogel wiedergegeben sind. Manche figürlichen Motive werden vom Flechtband gekreuzt, einige sind kopfüber oder versetzt zur Leserichtung abgebildet.
Das Tunikafragment wurde im Januar/Februar 2021 mit Mitteln der Ernst von Siemens Kunststiftung restauriert und neu montiert.