Objektbeschreibung
Fünfzehn Pflanzenstengel [sind] an ihren Enden durch Verschnürungen mit pflanzlichem Material, die gleichzeitig hölzerne Querstreben auf der Unterseite anbinden, zu einem Floß zusammengefaßt. An jedem Stengel [befindet sich] ein teilweise abgelöster Epidermisstreifen. Streifen 1,8 und 15 ohne musikalische Funktion: Sie überlaufen im Zentrum querliegende Pflanzenmarkstreben und Pflanzenrindenstreifen. Zusätzliche Umwicklungen mit pflanzlichem Material [befinden sich] an den Verwachsungsstellen zwischen Saite und Stengel. Die im Zentrum der Länge nach gespaltenen Saitenstreifen [sind] durch weitere Umwicklungen unterschiedlicher Länge und Dicke komprimiert. Zwei quer unter die Saiten geschobene Stege [, bestehen] aus Floßstengel-Material. Als Schnarrvorrichtung fünf dünne, zugespitzte Stäbe, die von unten aufwärts gegen die Saiten gerichtet sind (wohl nicht vollständig erhalten). Auch auf der Unterseite des Floßes [sieht man] zwölf abgelöste Epidermisstreifen mit einem zentralen, sie quer unterlaufenden Steg.
aus Ulrich Wegner: Afrikanische Saiteninstrumente, Staatliche Museen Berlin – SPK, 1984 (Anhang Objektkatalog)