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Porträt des Leopold, Prinz von Braunschweig-Wolfenbüttel, Herzog von Braunschweig und Lüneburg


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Objektbeschreibung

Der Dargestellte ist als Halbfigur ins Bild gesetzt, sein rechter Arm reicht aus dem Gemälde heraus. Seine Uniform besteht aus einer roten Jacke mit breitem dunkelblauem, links und rechts geknöpften, Besatz und einer hellen, über die rechte Schulter getragenen Schärpe. Von der rechten Schulter fällt ein gedrehter Kordelschmuck herunter, der in einer metallenen Spitze endet. Diese sogenannte Achselschnur kennzeichnet ihn als Offizier. Auf Brusthöhe ziert ein halbrund geformtes Schmuckelement den Besatz, auf dem ein Tier dargestellt ist. Es handelt sich um einen metallenen Ringkragen, ein Rudiment einer Ritterrüstung, speziell dem Kragen, auch Halsberg genannt, und entsprechend ein militärisches Zeichen. Als Kopfbedeckung trägt der Dargestellte einen mit Borte verzierten Dreispitz über dem kurzen Haar. 
Maximilian Julius Leopold von Braunschweig-Wolfenbüttel war ein preußischer Generalmajor. Die militärische Kleidung müsste den Rang des Dargestellten, den eines Generalmajors darstellen. Die Achselschnur verweist auf seinen Offiziersrang.

Wenn Maximilian Julius Leopold dargestellt ist, wäre die englische Uniform folgerichtig. Das Kurfürstentum Braunschweig-Lüneburg (auch Chur-Braunschweig-Lüneburg), inoffiziell auch Kurfürstentum Hannover (auch Chur-Hannover oder Kurhannover) genannt, war ab 1692 das neunte Kurfürstentum des Heiligen Römischen Reiches. Bis zur Personalunion mit Großbritannien 1714 war Hannover administratives Zentrum und Residenzstadt.
Eigenartig mutet in dieser Darstellung an, dass zwar eine Schulterschärpe dargestellt ist, jedoch kein Orden. Es fehlt das Kreuz des Johanniterordens, welches Maximilian Julius Leopold von Braunschweig-Wolfenbüttel tragen müsste.
Text: S. de Günther