Porträt einer Frau in pelzverbrämten Obergewand und Haube
Objektbeschreibung
Die Dargestellte trägt ein dunkles Obergewand mit einem breiten pelverbrämten Schulterkragen, der sich vorn kreuzt und spitz zuläuft. Unter dem nicht näher identifizierbaren Obergewand ist ein weißens Hemd mit einem kurzen gerüschten Kragen zu sehen. Die Kopfbedeckung besteht aus einer die Haare bedeckenden Haube und einem weiteren, darüber gebundenen transparenterem Textil, welches die Stirn bedeckt, unter dem Kinn zusammengeführt wird und als Sendel über die rechte Schulter bis auf Höhe der zusammengeführten Hände herabfällt.
In einem vergleichbares Bildnis, welches die Schweizer Witwe Regula Rahn-Waser (Bildnis Regula Rahn-Waser, Hans Asper, 1536, 38,5 x 27 cm, Tempera/Öl auf Holz, Inv.-Nr.: 1947/7, Kunsthaus Zürich) mit einer ähnlichen Haube mit herabhängender Sendel sowie einem verbrämten Schultermantel darstellt, werden das dunkle Kleid aus Seidendamast sowie das schwarze Schultermäntelchen mit Pelzeinfassung und die weiße Tüchli-Haube mit dem weißen Schwenkel als Zeichen der Trauer ausgelegt. (Zürcher Kunst nach der Reformation 1981, S. 49, Abb. 8)
Das quer geteilte Wappen ziert ein (weibliches) Wildtier, welches auf Hinterbeinen steht. Auf der Helmzier ist ein ebensolches, auf den Hinterbeinen stehendes Wildtier zu sehen.
Text: S. de Günther