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Porträt eines Mannes in schwarzem Wams mit Degengehänge


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Objektbeschreibung

Das Bildnis zeigt einen Herrn in einem steifen Obergewand, die rechte Hand auf einen Tisch auflegend. Die schwarze Gewandung mit ornamentaler Musterung (Brokat?) besteht aus einem hochgeschlossenen steifen Wams und langen Ärmeln, die mit spitzengesäumten Ärmelmanschetten abschließen. Dekorative runde Knöpfe sind entlang des Ärmelschlitzes angebracht, der den Ärmel über die gesamte Länge vorne öffnet und das Innenfutter sichtbar werden lässt. Ein kurzer, spitzengesäumter Kragen verdeckt den Hals. An einer edelsteinbesetzten Gliederkette, die von der linken Schulter über die Brust und zum rechten Oberarm führt, sind zwei Schmuckstücke eingehängt: ein Pendant, welches einen weißen Greifvogel zeigt, der einen Fasan bezwingt sowie ein edelsteinbesetztes Monogramm-Juwel mit dem überkrönten Buchstaben „F“. Am linken unteren Bildrand liegt eine Kopfbedeckung mit zwei weiteren Schmuckstücken: eine Brosche mit einem zentralen Edelstein und eine Aigrette aus Emaille und Edelsteinen vor dem Hintergrund einer Rosette aus Textil. Die Hand ist beringt und auch das Degengehänge und der Degen sind verziert. Auf dem auf dem Tisch liegenden Buch mit Schmuckschließe ist ein Monogramm mit den verschliffenen Lettern HF (?) aufgebracht.
Die Identifizierung des Dargestellten ist bislang noch ungeklärt. In Frage kommt beispielsweise Ferdinand II., Kaiser des Heiligen Römischen Reiches (1578-1637), hier den Orden vom Goldenen Vlies.
Text: S. de Günther