Porträt eines Kindes in Kleid mit Kanarienvogel und Goldfischglas
Objektbeschreibung
Das dargestellte Kind - hier handelt es sich wohl um einen Jungen - trägt eine weiße, bis zu den flachen geschnürten Schuhen reichende weite Hose, welche mit einem bogigen Spitzensaum abschließt. Darüber trägt das Kind ein grünes Kleid, welches die Knie bedeckt. Das bauschig fallende, langärmelige Kleid wird in der Taille durch einen schlichten Gürtel aus dem gleichen Stoff zusammengefasst. Die Hammelkeulenärmel verjüngen sich zum Handgelenk hin. Aus dem weiten Halsausschnitt ragt ein weißer Schultertragen mit Rüschenbesatz. Die Frisur ist mit einem Seitenscheitel streng zurückgekämmt, in der rechten Hand hält das Kind in der erhobenen Hand einen Kanarienvogel, auf einem Tisch steht ein Goldfischglas, den Hintergrund bildet ein Vohang und der Ausblick in einen (italienischen?) Garten.
Die Zeit des Biedermeiers ist auch die Entstehungszeit einer Form der Kinderkleidung, die sich von der Kleidung der Erwachsenen unterscheidet.Die Jungen trugen erstmals Hosen, darüber kam ein Kleid. Es wurde auch der Matrosenanzug modern, Mitte des 19. Jahrhunderts wurde er zur typischen Kleidung für Knaben aus begüterten Kreisen.
Text: S. de Günther