Porträt einer Frau in Manteau mit Ropa-Ärmeln und Halskrause
Objektbeschreibung
Das Porträt zeigt eine Dame in einem prachtvollem Manteau mit ornamentaler Goldstickerei auf dunklem Grund. Die Ärmel des Manteaus, in der Form von Ropa-Ärmeln, sind vorne offen. Die Silhouette des Obergewandes führt von den Schultern pyramidenförmig herab.
Die Schneppe des hochgeschlossenen Manteaus senkt sich tief in den Schoß. Daran setzt ein faltenfreies Rockteil an. Unter dem Mantelkleid wird ein langärmeliges Wams getragen. Der enganliegende Ärmel weist goldfarbene Stickereien auf silberfarbenem Grund auf. Den Ärmelabschluss bildet eine schmale Spitzenmanschette. Um den Hals trägt die Dargestellte eine Dreiviertelkrause aus Spitze, die am Hinterkopf hochgestellt ist. Eine Kette aus goldenen Kettengliedern mit gefassten Edelsteinen und Perlen ist um die Hüfte gelegt, folgt der Schneppentaille und wird bis zum Boden fortgeführt. Zwei lange Perlenhalsketten, Perlenarmbänder und Ohrringe mit Tropfenperlen komplettieren das Schmuckensemble. Die Haare fallen in kleinen Locken ins Gesicht und sind am Oberkopf arrangiert und mit einer Blumengarnitur verziert.
Franz von Lipperheide erwarb am 9.2.1882 ein Konvolut von insgesamt 5 Damenbildnissen aus der Familie Strozzi bei dem Händler Carf & Siegal in Cannes. Als weitere Damenporträts aus diesem Konvolut konnten die Gemälde ID 2284366, 2285669 und ID 2285665 identifiziert werden. Sie sind in Größe, Format, Art des Keilrahmens, Bildkomposition, Haltung und Darstellungsweise der Damen vergleichbar.
Text: S. de Günther