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Porträt eines Herrn in Justaucorps, Übergewand und Allongeperücke


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Objektbeschreibung

Der in frontaler Ansicht dargestellte Herr präsentiert sich bis zur Hüfte, die rechte Hand mit einem angedeuteten Zeigegestus, die linke Hand einen runden stabähnlichen Gegenstand umgreifend. Über einem vorne geknöpften und bestickten Justaucorps trägt er eine Spitzenkrawatte. Das dunkle, langärmelige Übergewand wird auf der Höhe der Hüfte mit einer fransenbesetzten, mehrfach gebundenen Schärpe gegürtet. Die rechte Schulter ziert eine Epaulette mit bis zur Hüfte herabhängendem geflochtenen Kordelwerk. Als Haartracht trägt der Dargestellte eine überschulterlange Allongeperücke à la fontange, dazu einen Oberlippenbart in Form von zwei Punkten. 
Die Epaulette markiert die Offizierstracht.
Die Seidenschärpe mit Fransen, Ècharpe genannt, trat als modisches Beiwerk gemeinsam mit Justaucorps oder Weste, ab 1675 auf und wurde um die Hüften vorn und an der Seite gebunden. Entsprechend ist auch die Perücke kein höfisches Attribut sondern Teil der Amtstracht. 
Text: S. de Günther