Ohne Titel, 13.10.00
Objektbeschreibung
Mangold begann 1992 das Studium der Bildhauerei an der Akademie der Bildenden Künste in München, wo sie 1996 als Meisterschülerin von James Reineking abschloss. Ihre künstlerische Praxis ist beeinflusst durch die Minimal Art, wobei sie keineswegs seriell arbeitet; vielmehr stellt jedes Werk ein handgefertigtes Einzelstück dar. Die Formensprache ist schlicht gehalten und betont Mangolds Vorhaben einer reduzierten Ästhetik. Die Künstlerin konnte bereits kurz nach ihrem Abschluss im Jahr 1997 zwei monumentale Arbeiten für das Maria-Elisabeth-Lüders-Haus des Deutschen Bundestages gestalten. Außen und im Inneren des Gebäudes wurde jeweils ein schwarzes Quadrat an einer Wand platziert. Auch das vorliegende Werk ist ein Beispiel von Mangolds reduzierter Bildsprache. Drei schwarz gefärbte geometrische Formen mit unterschiedlichen Breiten und Längen werden zusammengehängt und bilden in der Gesamtbetrachtung ein Rechteck. Obgleich mit Schwarz meist Schwere und Dunkelheit assoziiert werden, weist die Arbeit eine spielerische Komponente auf. Auch die Dicke der drei geometrischen Flächen ist unterschiedlich; dadurch erreicht Mangold, dass das Formenspiel dynamisch bleibt. | Aline Lusser