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almeno due

Dauerleihgabe des studierendenWERKS BERLIN

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Objektbeschreibung

Nachdem Sax von 1950 bis 1955 an der Staatlichen Akademie für Bildende Künste in Stuttgart Bildhauerei studiert hatte, wechselte sie an die Hochschule für Bildende Künste in West-Berlin, um ihr Studium bei Hans Uhlmann fortzusetzen. Als unmittelbar neben dem Hochschulgebäude an der Hardenbergstraße ein Wohnheim gebaut wurde, erhielten vier Studierende der Uhlmann-Klasse Aufträge für die künstlerische Innengestaltung. Von den für sie zur Verfügung gestellten 300 D-Mark kaufte Sax ein Schweißgerät und alte Eisenteile. Es entstand das mehrteilige plastische Ensemble mit dem Charakter eines Reliefs aus teils geschlossenen und teils durch parallele Stäbe geöffneten Partien. Diese Form der Öffnung von Volumina begegnet bereits bei den Eisenplastiken von Julio González und Pablo Picasso. Sie dürfte Sax durch Uhlmann vermittelt worden sein, der bereits 1935 Köpfe aus Draht hergestellt (vgl. NG 10/76) und 1954 in der Hochschule der Musik die Skulptur „Concerto“ realisiert hatte, bei der die Parallelstäbe für Saiten stehen. Das Werk von Sax wurde Jahrzehnte später wegen Umbauarbeiten auf den Dachboden des Wohnheims verbracht, dort 2015 wiederentdeckt und in der Folge restauriert. Dabei veränderte die Künstlerin die ursprüngliche Farbfassung in seidenmattem Schwarz zu einem wärmeren Staubgrau. Auch gab sie dem Werk nun erstmals einen Titel: „almeno due“ (ital. „mindestens zwei“) hebt die anthropomorphen Qualitäten hervor und deutet an, dass es sich um zwei bis vier abstrahierte Figuren handeln könnte. | Dieter Scholz