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Objektbeschreibung

Mit seinen zarten, biomorphen Liniengeflechten ist das 1945 entstandene, unbetitelte Aquarell typisch für die frühen Zeichnungen des Künstlers. Gleichzeitig weist die Strukturierung des Bildes durch parallel verlaufende vertikale Farbflächen bereits die malerischen Grundprinzipien von Newmans reifem Œuvre voraus. Die im vorliegenden Blatt noch ungenau erscheinenden schlierenhaften Farbfelder wandelten sich im Verlauf der weiteren Werkentwicklung zu monochromen Flächen, die durch dünne kontrastierende Farblinien unterbrochen werden. Diese „Zips“ setzte Newman nicht etwa zu einer Teilung des Bildformats, sondern zur Vereinheitlichung eines Farbfeldes ein. Bereits in den Jahren 1946 bis 1949 führte er in großformatigen Gemälden die Reduktion von Form und Farbe auf diese Weise ins Extrem und blieb jenem Stil bis zu seinem Tod treu (vgl. sein spätes Gemälde „Who’s Afraid of Red, Yellow and Blue IV“, 1969/1970, NG 5/82). | Irina Hiebert Grun