Valens
Objektbeschreibung
Vorderseite: D N VALENS - PER F AVG. Drapierte Panzerbüste des Valens mit Diadem in der Brustansicht nach r.
Rückseite: GLORIA ROMANORVM // ANOBS. Der Kaiser in Rüstung samt Mantel und mit Diadem reitet, die r. Hand grüßend erhoben, nach l. Im l. F. Monogramm aus lateinischem Kreuz und P.
Kommentar: Als Multiplum eines regulären Münzwertes (hier als besondere Prägung anstelle des üblichen einfachen Solidus) hat das Stück auch den Charakter eines Medaillons. - Flavius Valens (geb. um 328 n. Chr.) war der Bruder des Valentinianus I. und wie dieser ein Sohn des älteren Gratianus, eines angesehenen Kommandeurs. Am 28.3.364 n. Chr. wurde er von seinem Bruder zum Mitherrscher ernannt und war nun für den Osten des Reiches zuständig. Seit dem Tode des Valentinianus am 17.11.375 n. Chr. war Valens nun „Maximus Augustus“, neben dem Sohn des Valentinianus I., Gratianus, der seit 367 ebenfalls den Rang eines Augustus bekleidete. Valens fiel am 9.8.378 n. Chr. in der Schlacht bei Hadrianopolis (Edirne) gegen die Goten.
Literatur: H. Dressel, Die römischen Medaillone der Staatlichen Museen zu Berlin (1973) 403 f. Nr. 268 Taf. 30; RIC IX Nr. 14 (datiert 367-375 n. Chr.).
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18200312