Vandalen in Nordafrika/Vespasianus
Objektbeschreibung
Vorderseite: IMP CAES VESPASIAN AVG COS [...] [Imperator Caesar Vespasianus Augustus COS III oder VIII]. Kopf des Vespasianus mit Lorbeerkranz nach r. Davor die eingeschlagene Wertzahl XLII.
Rückseite: IVDAEA - CAPTA // S C [Iudaea Capta]. Trauernde Iudaea unter Palmbaum nach r.
Kommentar: Die entscheidende Zählung des Konsulats ist hier nicht mehr erhalten; auch die Unterscheidung zwischen den Prägestätten Rom (ohne Globus am Halsabschnitt) und Lyon (mit Globus) kann hier nicht mehr sicher getroffen werden. - Im 5. Jahrhundert sind durch die Vandalen in Nordafrika (oder durch die Ostgoten in Italien, in der Forschung umstritten) altrömische Bronzemünzen reaktiviert worden, deren Kurs in Nummi durch eingeritzte Wertzahlen festgelegt wurde. Mit der Wertzahl XLII sind in der Regel Asse, nur ausnahmsweise stark abgenutzte Sesterze oder Dupondien gezeichnet worden. Vgl. dazu P. Grierson - M. Blackburn, Medieval European Coinage I (1986) 28-31.
Literatur: RIC II-1² Nr. 304-305 (As, Rom, 71 n. Chr.). 1233 (As, Lyon, 77/78); B. Kluge, Numismatik des Mittelalters (2007) Nr. 47 (dieses Stück).
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18201521