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Karthago: Sikulopunier


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Objektbeschreibung

Vorderseite: Weiblicher Kopf mit Schilfkranz im Haar, Ohrschmuck und Halsband nach r. Im Feld drei Delphine verteilt, vor dem Mund ein Punkt.

Rückseite: Trabendes Pferd nach r., dahinter mittig eine Dattelpalme.

Kommentar: Das Frauenprofilbild kopiert die Darstellung der Nymphe Arethusa, wie sie vom Stempelschneider Euainetos auf Dekadrachmen von Syrakus gezeigt wird. Der Frauenkopf dieser Prägungen wird auch als Tanit bezeichnet. Die Zuweisung der Prägung zu Lilybaion gilt als wahrscheinlich, ist aber nicht gesichert. Fundmünzen dieser Art finden sich häufig in Horten mit Münzen aus der Zeit des Agathokles, womit ein zeitlicher Ansatz in der zweiten Hälfte des 4. Jhs. v. Chr. wahrscheinlich ist.

Literatur: G. K. Jenkins, Coins of Punic Sicily. Part 3, SNR 56, 1977, 45 Nr. 130 (Vs. 43/Rs. 117, dieses Stück); Schultz (1997) Nr. 177 (dieses Stück); A. Berthold - B. Weisser, Athen und Syrakus. Wirtschaftliches Denken und geniale Künstler, in: J. Völlnagel - M. Wullen (Hrsg.), Unsterblich! Der Kult des Künstlers (2008) 31 Abb. 15 (dieses Stück, 350-320 v. Chr.); W. Giesecke, Sicilia Numismatica. Die Grundlagen des Griechischen Münzwesens auf Sicilien (1923) Taf. 8,1; SNG Kopenhagen Nr. 964.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18206056