Hessen-Kassel (Hanau-Münzenberg): Grafschaft
Objektbeschreibung
Vorderseite: FELICIT - TEMPORUM. Umschrift umgibt das Brustbild der Braut Wilhelmine Caroline, darunter zwei gekreuzte Füllhörner, darunter die Stempelschneidersignatur D.
Rückseite: F CONIVGIO / S W H L C / HAN CUM / S W C DAN P / STAB DEV / RPR SEN / NEO HAN / 1764 / I I E [Felici coniugo serenissimi Wilhelmi Hassiae Landgravii Comitis Hannoviae cum Serenissima Wilhelmina Carolina Daniae Principe stabili devtione repraesentat senatus neohanoviensis]. Aufschrift in neun Zeilen, darüber zwei gekreuzte Palmblätter.
Kommentar: Der Dukat ist ein Präsent der Neustadt Hanau anlässlich der Vermählung Wilhelms von Hessen-Kassel mit der dänischen Prinzessin Wilhelmine Caroline. - Der Stempel zu dieser Goldmünze wurde von einer Frau geschnitten. Charlotte Rebecca, geb. Schild aus Frankfurt-Sachsenhausen, war 1743 als Tochter des Stempelschneiders Christian Leberecht Schild geboren worden, sie heiratete 1756 den Siegelstecher Jerome Damiset. 1761 bis 1765 war sie Stempelschneiderin in Hanau, später ging sie nach Paris. Sie signierte nicht mit Damiset, sondern mit Damisel. Möglicherweise ist dieser Goldabschlag der Hochzeitsmedaille im Wert eines Dukaten eine Prägung auf Privatrechnung der Medailleurin.
Literatur: G. Schön, Deutscher Münzkatalog 18. Jahrhundert. Deutschland, Österreich, Schweiz ³(2002) Nr. 14; A. L. und I. S. Friedberg, Gold coins of the world from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 1152 c; J. C. C. Hoffmeister, Hessische Münzen: Historisch-kritische Beschreibung aller bis jetzt bekannt gewordenen hessischen Münzen, Medaillen und Marken in genealogisch-chronologischer Folge II (1857-1880) Nr. 2587; A. Schütz, Die hessischen Münzen des Hauses Brabant IV. 1670-1866. Anhang: Königreich Westfalen 1807-1813 (1998) Nr. 2055.
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