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Objektbeschreibung

Vorderseite: ΠΑΝΚΡΑΤΗΣ. Kuh, nach r. stehend, säugt ihr Kalb, im Abschnitt liegender Schlangenstab. Oben der Beamtenname.

Rückseite: ΔΥΡ - ΔΙΟ-ΔΩ-ΡΟΥ. Viereck mit zwei parallelen konkaven Linien, darin zweigeteiltes Ornament. Umlaufend der Beamtenname.

Kommentar: Der festliegende Münztyp für die Silberprägung läßt nur wenig Raum für andere Bilder, die gelegentlich auf der Vorderseite erscheinen. Die monetäre Funktion der Beizeichen besteht darin, Emissionen unterscheidbar zu machen, zu demselben Magistraten gehört etwa auch eine Emission mit Speerkopf. Die Bilder sind jedoch auch als Hinweise auf in der Stadt praktizierte Kulte ernst zu nehmen. So bietet der Schlangenstab einen Beleg für den Asklepioskult und darauf, dass dies den Münzverantwortlichen für darstellungswürdig erschien.

Literatur: A. Maier, Die Silberprägung von Apollonia und Dyrrhachion (1907) 21 Nr. 199. - Zur Datierung: R. Münsterberg, Monatsblatt der Numismatischen Gesellschaft in Wien 10, 1915-1917, 260-262 (ca. 200-100 v. Chr.).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18208437