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Nördlingen: Reichsmünzstätte


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Objektbeschreibung

Vorderseite: + MAXIMILIANVS ROMANO REX. Reichsapfel im Dreipass.

Rückseite: MONETA NO - NORDLI 1497. Stehender Johannes der Täufer mit Lamm und Buch in der Linken, zwischen den Füßen Schild Weinsberg.

Kommentar: Die 1418 durch König Sigismund I. eingerichtete Reichsmünze zu Nördlingen ist 1431 zusammen mit den Reichsmünzstätten Frankfurt und Basel zur Schuldentilgung an Konrad von Weinsberg verpfändet worden. Konrad von Weinsberg konnte (und musste) deshalb sein Wappen auf die königlichen Münzen setzen. Da die königlichen Schulden beim Tode Konrads 1452 nicht eingelöst waren, blieb das Pfand und damit das Recht zum Betreiben königlicher Münzstätten in der Familie Weinsberg. Von dort gelangte es durch Erbvertrag 1503 in den Besitz der Grafen von Eppstein-Königstein und später der Linie Stolberg-Königstein, die es im 16. Jh. ausübten.

Literatur: H. Herzfelder, Die Reichsmünzstätten Nördlingen und Augsburg unter den Häusern Weinsberg und Königstein, MBNG 42, 1924, 105 Nr. 18 (dieses Stück).

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18211362