Syrakus
Objektbeschreibung
Vorderseite: Gespann in Dreiviertelansicht nach l. Darüber fliegt Nike mit Siegeskranz nach r., den Lenker bekränzend. Die mittleren Pferde blicken sich an, die äußeren nach vorn. Unter der Abschnittslinie, diese mit Rückenflosse durchbrechend, Delphin ...
Rückseite: [Σ-Y-PΑ-]Κ[ΟΣΙΩ-Ν]. Kopf der Arethusa nach l. Sie trägt ein Halsband mit Anhänger und einen großen, runden Ohrring. Die Haare, die sich sehr stark nach oben kringeln, sind in Haarbändern (Ampyx und Sphendone) hochgenommen. Darum vier Delphine.
Kommentar: Das Motiv der Arethusa ähnelt stark den in der Stempelfolge vorangehenden Arethusabildern des Eukleidas. Die Frisur des Mädchens wird als 'Windfrisur' (italienisch 'la Scapigliata') bezeichnet, obwohl in Verbindung mit der Quellnymphe Arethusa eher eine 'Wellenfrisur' unter Wasser zu assoziieren wäre.
Literatur: L. O. T. Tudeer, Die Tetradrachmenprägung von Syrakus in der Periode der signierenden Künstler (1913) Nr. 89 b Taf. 5 (Nr. 61 die Rückseite dieses Stücks, ca. 413-399 v. Chr.). - Vgl. zur Frage der Datierung: Chr. Boehringer, Zu Finanzpolitik und Münzprägung des Dionysios von Syrakus, in: O. Mørkholm - N. M. Waggoner (Hrsg.), Greek Numismatics and Archaeology. Essays in Honour of M. Thompson (1979) 9-32; R. R. Holloway, La struttura delle emissioni di Siracusa nel periodo dei „signierende Künstler“, Annali dell'Istituto Italiano di Numismatica 21-22, 1974-75, 41-48.
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