Brandenburg: Joachim II.
Objektbeschreibung
Vorderseite: IOACHIM MARCH BRAN ELECT. Nebeneinander links Zepterschild, rechts Adlerschild, darüber Jahreszahl, darunter Stern.
Rückseite: MONET NOVA ARGEN ELECTOR. Ins Dreieck gestellte Schilde von Pommern (oben), Burggrafschaft Nürnberg (links) und Zollern (rechts).
Kommentar: Unicum, alte Vergoldung, entfernter Henkel. Das Gewicht des Stückes ist für einen Halbtaler zu hoch, so dass vermutlich eine 'Probemünze' vorliegt. - Im Zeitraum 1550-1553 ist in Brandenburg eine Experimentierphase in der Herausgabe größerer Silbernominale zu beobachten, wobei die Umsetzung der Zweiten Reichsmünzordnung von 1551 den Hintergrund bildet. In diese Phase gehört dieser nur in einem Exemplar bekannte 'Halbtaler', dessen Bildgestaltung sächsischen Halb- und Vierteltalern nachempfunden ist. Das Stück ist zudem augenscheinlich gar nicht in den Geldverkehr gekommen, sondern als Schmuck verwendet worden, wie die Vergoldung und Henkelung beweisen.
Literatur: E. Bahrfeldt, Das Münzwesen der Mark Brandenburg von 1415 bis 1640 (1895) Nr. 383 (dieses Stück); H. Dannenberg, Zur Brandenburgischen Münzkunde, ZfN 8, 1881, 183 Nr. 49 (dieses Stück).
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18213944