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Persischer Satrap


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Objektbeschreibung

Vorderseite: BA. Der persische Großkönig im Knielaufschema auf kurzer Standlinie nach r. In seiner r. Hand hält er einen Speer, in seiner vorgestreckten l. Hand einen Bogen. Auf seinem Körper ein runder Gegenstempel mit Stern.

Rückseite: Rundes Incusum mit aufgerauhter und strukturierter Innenfläche.

Kommentar: Auf der Vs. ein Gegenstempel. - Das unregelmäßig strukturierte Rückseitenbild interpretierte A. E. M. Johnston als Reliefkarte des Hinterlandes von Ephesos mit Abbildung der wichtigsten Gebirgszüge. Die kleinasiatische Landschaft würde also in Aufsicht auf der Münze wiedergegeben. Andere Interpretationen der Rückseitendarstellung sehen einen archaisierenden Rückgriff auf das irregulär gestaltete quadratum incusum der früheren Münzen der Region. Nach neuen Hortfunden (Pixodaros und Milet) erscheint die bislang vorherrschende Zuschreibung der Münzen nach Ephesos an den persischen Feldherrn Memnon mit einer Datierung um 334 v. Chr. als überholt. Die Satrapenmünzen könnten durch die Vergrabungsdaten der Hortfunde gestützt an den Anfang des 4. Jh. v. Chr., in die Jahre um 400-385 v. Chr., gesetzt werden.

Literatur: F. Imhoof-Blumer, Kleinasiatische Münzen II (1902) 520 Nr. 4 (dieses Stück); A. E. M. Johnston, The earliest preserved Greek map: a new Ionian coin type, Journal of Hellenic Studies 87, 1967, 94 Nr. 3 (dieses Stück). - Vgl. zur Datierung von Tetradrachmen mit denselben Motiven: A. Meadows, 'Satrapal' Issue, Pixodarus Hoard in: Coin Hoards IX (2002) 209 Taf. 30,1; B. Weisser, Funde aus Milet XXIII. Ein Hort in Milet mit Silbermünzen aus dem frühen 4. Jh. v. Chr., Archäologischer Anzeiger 1, 2009, 154-156.

Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18218915