Mansfeld-Hinterort: Grafschaft
Objektbeschreibung
Vorderseite: CHRISTIAN FRID C AC D I MANSF N D I H S E S [Christian Friedrich Graf und Herr in Mansfeld, Edler und Herr in Heldrungen, Seeburg und Schraplau]. St. Georg mit geschwungenem Schwert nach links reitend, unten
Drache und zersplitterte Lanze.
Rückseite: DVCAT / NOVVS / IMPER/IALIS / 1647 [Neuer kaiserlicher Dukat]. Verzierte Schrifttafel, oben und unten das Mansfelder, links und rechts
das Querfurter Wappen.
Kommentar: Der Mansfelder Dukat wurde mit der Jahreszahl 1647 geprägt, nach der Reichsmünzordnung von 1559 (Reichsgoldmünze), die bestimmte, dass 67 Dukaten aus der legierten Gewichtsmark von 233,812 Gramm geprägt werden sollten. Ein Exemplar musste demnach ein durchschnittliches Sollgewicht von 3,4897 Gramm haben, bei 23 2/3 Karat Feinheit (986,09/1000). Die deutschen Münzstände achteten peinlichst genau auf die Werterhaltung des Dukat. Mit Christian Friedrich, dem Münzherrn des leicht untergewichtigen Dukaten von 1647, starb die hinterortische Linie zu Mansfeld aus. Das Exemplar wurde in Eisleben von dem Münzmeister Hans Philipp Koburger geprägt.
Literatur: J. G. F. von Hagen, Münzbeschreibung des gräflich und fürstlichen Hauses Mansfeld (1778) Nr. 95; J. C. von Soothe, Auserlesenes und höchstansehnliches Ducatenkabinett (1784) Nr. 1295; H. Größler, Mansfelder Münzen (1896) Nr. 3; O. Tornau, Münzwesen und Münzen der Grafschaft Mansfeld (1937) Nr. 1391 d; A. L. und I. S. Friedberg, Gold Coins of the World from ancient times to the present. 7. Auflage (2003) Nr. 1596; B. Kluge - M. Alram (Hrsg.), Goldgiganten. Das große Gold in der Münze und Medaille. Das Kabinett 12 (2010) 106 Nr. I 4.2 mit Abb. (dieses Stück).
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18224392