Carthago Nova
Objektbeschreibung
Vorderseite: CN ATELLIVS PONTI II V Q. Priestergeräte, von l. nach r. Priesterkappe (apex), Axt (securis), Weihwedel (aspergillum) und Schöpfkelle (simpulum/simpuvium).
Rückseite: IVBA REX IVBAE F II V QV. Isiskrone.
Kommentar: Erst unter Tiberius tragen die Bronzen der Colonia Urbs Iulia Nova ein Toponym. Dies ist die Ursache für eine lange Forschungsdiskussion um die Münzprägung dieser Stadt. Nicht nur die Abfolge der Emissionen, auch viele Zuschreibungen nach Carthago sind immer noch hypothetisch. Vgl. P. P. Ripollès, Las acuñaciones provinciales romanas de Hispania (2010) 121. - Die Isissymbolik geht wohl auf den Einfluss Iubas, seiner Frau Kleopatra Selene oder ganz allgemein die mauretanische Münzprägung zurück. Iuba II. war nicht nur Duumvir der Stadt, sondern auch ihr Patron. Diese ehrenhalber verliehenen Titel könnten in Zusammenhang mit finanziellen Hilfen stehen, die Iuba für den Bau der baetischen Via Augusta 9 v. Chr. zur Verfügung gestellt hat. Die hier gegebene Datierung setzt die Hochzeit Iubas mit Kleopatra als Terminus post quem voraus. Eine tiberische Datierung ist ebenfalls möglich.
Literatur: RPC I Nr. 169,25 (dieses Stück, augusteisch); M. d. M. Llorens Forcada, La ciudad de Carthago Nova: las emisiones romanas (1994) 65-67. 145. 227 XIII 10 a Taf. 25 (dieses Stück, 3-4 n. Chr.).
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