Hadrianus
Objektbeschreibung
Vorderseite: HADRIANVS - AVG COS III P P. Kopf des Hadrianus nach r.
Rückseite: DIA-NA // EPHESIA. Sechssäuliger Tempel der Artemis von Ephesos mit Kultbild in der Cella.
Kommentar: Überprägungsspuren auf Vorder- und Rückseite. Versuchte Lochung. - Kaiser Hadrianus ließ aus zumeist wirtschaftlichen Gründen für seine Cistophoren alte und abgeriebene Münzen des Marcus Antonius und des Augustus überprägen. Auf diesem Stück ist auf der Vorderseite eine Schlange am Hals des Kaisers und auf der Rückseite der Hinterkopf des Marcus Antonius mit dem Augurenstab (lituus) sichtbar, der durch die Umschriftfragmente M ANTONIVS [...] ERT, identifiziert werden kann. Die Datierung resultiert auf der Untersuchung der hadrianischen Cistophoren durch Metcalf (1980) 123, der den Prägezeitraum zwischen 128 und 130 n. Chr. annimmt.
Literatur: M. Pinder, Über die Cistophoren und die kaiserlichen Silbermedaillons der römischen Provinz Asia (1856) 594 Nr. 71 (dieses Stück); W. E. Metcalf, The Cistophori of Hadrian. ANS Numismatic Studies 15 (1980) 16 Nr. 68 b Taf. 4 (dieses Stück, ca. 128-130 n. Chr.); RIC II Nr. 476; RPC III Nr. 1335,2 (dieses Stück, ca. 128-130 n. Chr.).
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