Konstellation weißer Formen auf hellblauem Grund
Objektbeschreibung
Seit den 1910er-Jahren war Hans Arp als Künstler aktiv. Er gehörte 1916 zu den Mitbegründern der Dada-Bewegung in Zürich, engagierte sich seit Mitte der 1920er-Jahre bei den Surrealisten in Paris und war Anfang des folgenden Jahrzehnts Mitglied der Künstlergruppen Cercle et Carré und Abstraction Création, die sich in Paris der ungegenständlichen, geometrischen Kunst verschrieben hatten. In diesen Jahren entwickelte Arp seine organisch-abstrakte Formensprache, die er auch in dem 1953 geschaffenem Relief „Konstellation weißer Formen auf hellblauem Grund“ verwendet. Auf einer ovalen hellblauen Platte hat Arp dabei drei unterschiedlich große, zellförmige weiße Objekte arrangiert. Dabei kam es dem deutsch-französischen Künstler weniger auf die einzelne Form an als vielmehr auf ihr Beziehungsspiel untereinander, ihr Verhältnis zur Fläche und dem sie umgebenden Raum. Seine Konstellationen begriff er weniger als fixierte Gestalt, sondern – in Analogie zu den stetigen Wachstumsprozessen in der Natur – als in fixierte Gestalt, sondern als momentane Zusammenstellung einer Möglichkeit, die immer wieder verändert und weiterentwickelt werden kann. | Maike Steinkamp