Un de ceux-là
Objektbeschreibung
Die Mobiles „Un de ceux-là“ und „Ohne Titel“ entstanden wenige Jahre vor Calders Tod. Während „Un de ceux-là“ („Eines von diesen“) in der typischen Farbpalette des Künstlers aus ausgewählten Primär- und Sekundärfarben gehalten ist, beließ er das zweite Mobile komplett unlackiert, wodurch das auf die einzelnen runden und eckigen Metallplatten fallende Licht reflektiert wird. Die Reflexion wird durch die dem Mobile inhärente Bewegung noch verstärkt. Licht und Bewegung evozieren einen ständigen Wandel des Objekts und seiner Umgebung, der vom Künstler nicht mehr beeinflusst werden kann. Dieses bewusst einkalkulierte Moment des Zufalls erkannte auch der französische Philosoph Jean-Paul Sartre 1946 als ein wesentliches Merkmal von Calders Mobiles, als er schrieb: „[…] Tageszeit, Sonne, Wärme und Wind bestimmen dann, in welcher Weise sie sich jeweils bewegen; so bleibt das Gebilde immer halbwegs zwischen der Gebundenheit einer Statue und der Unabhängigkeit eines Naturereignisses.“ (Jean-Paul Sartre, Les Mobiles de Calder, dt. Übersetzung: Alexander Calder, Ausst.-Kat. Berlin [West] 1967, S. 22) | Maike Steinkamp