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Objektbeschreibung

Sein Können als Zeichner zeigt Dalí auf diesem großen Blatt. Die Figuren sind anatomischen Studien der Renaissance nachempfunden, wurden aber hier in völliger Erschöpfung um ein Segelboot gruppiert. Der Hintergrund macht deutlich, dass dieses Boot nicht auf dem Wasser, sondern auf festem Boden steht. Jene merkwürdige Figurengruppe, in der die Menschen trotz geringer körperlicher Distanz keinen Kontakt zueinander aufnehmen, hat Dalí immer wieder eingesetzt, etwa in dem Gemälde „Der große Paranoiker“ von 1936 (Museum Boijmans Van Beuningen, Rotterdam). Darin fügen sich die einzelnen Gestalten in ihrem Niemandsland aus größerer Entfernung betrachtet zu den Konturen eines menschlichen Gesichts zusammen. Zudem befindet sich im Hintergrund rechts ein dem in der vorliegenden Zeichnung sehr ähnliches gestrandetes Segelboot, auf dem aber nur vier statt wie auf diesem Blatt sieben Menschen zu sehen sind. Das Motiv des in einer Einöde aufgelaufenen Bootes hatte Dalí bereits 1934 in Gemälden wie „Paranoid-astrales Bild“ (Wadsworth Atheneum, Hartford) oder „Erscheinung meiner Kusine Carolineta am Strand von Roses (Flüssige Vorahnung)“ (Privatsammlung) eingeführt. | Gabriel Montua