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Der Kopf des "Hausengels"


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Objektbeschreibung

Mit den sogenannten Hordenbildern hatte Ernst bereits Ende der 1920er-Jahre eine von hünenhaften Wesen regierte Welt entworfen, in der das Ekstatisch-Animalische obsiegt. Die 1937 geschaffene Figur des „Hausengels“ bezog er ganz explizit auf das weltpolitische Geschehen. In Reaktion auf die Niederlage der Republikaner im Spanischen Bürgerkrieg schuf er mit messerscharfer Ironie „eine Art Trampeltier, das alles, was ihm in den Weg kommt, zerstört und vernichtet“ (Max Ernst im Gespräch mit Werner Spies, in: Das Selbstportrait. Große Künstler und Denker unserer Zeit erzählen von ihrem Leben und Werk, Hamburg 1967, S. 6). Wie eine Furie rast diese apokalyptische Gestalt über eine leergefegte Welt. Der „Hausengel“ existiert in drei ganzfigurigen Fassungen (als Leihgabe der Theo Wormland Stiftung in der Pinakothek der Moderne, München, und in Privatbesitz, WVZ Spies/Metken 4, 1979, 2281, 2282, 1184) sowie in der vorliegenden, die nur den Kopf darstellt. In ihr ist das Motiv der trampelnden Bewegung gänzlich eliminiert. Stattdessen hat sich Ernst auf die grimassenhafte Fratze des wie in einem Horrorkabinett blitzartig angeleuchteten, giftig-grünen Monsters, Inbegriff des Bösen, konzentriert. | Kyllikki Zacharias