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Die Nabeltochter


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Objektbeschreibung

Ovale, Nabel und andere organische Gebilde bevölkern seit Mitte der 1920er-Jahre Arps oftmals surreal anmutende und aus Holz gefertigte Reliefs. Oft stehen seine Formen in überraschenden Beziehungen zueinander und scheinen sich in einem Prozess des Übergangs zu befinden. Diese Offenheit erlaubte den Betrachtenden – nicht zuletzt auch durch die aus eigenen Wortschöpfungen entwickelten Werktitel – eine Vielzahl von Assoziationen. Anregungen dafür fand Arp in der Natur, in der Gestalt von Wolken, Sternen oder Steinen und deren unaufhörlicher, von Menschenhand nicht lenkbarer Metamorphose. Auch die „Nabeltochter“ scheint sich gerade in einer Transformation zu befinden. Die Form, aus der man durchaus menschliche Glieder herauslesen kann, wirkt, als würde sie zerfließen und eine neue Gestalt annehmen. Anders als bei seinen frühen Reliefs der 1920er- und 1930er-Jahre versah Arp viele seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges geschaffene Arbeiten mit einer hölzernen Grundplatte, so auch das Werk „Nabeltochter“. | Maike Steinkamp