Ohne Titel
Objektbeschreibung
Neben seinem Interesse für spiritistische und mythologische Themen (vgl. „Das Handtier“, Nationalgalerie, Schenkung Pietzsch) war Brauner auch ein begeisterter Sammler ethnologischer Objekte. Er, der Werke aus der ganzen Welt liebte, besaß ozeanische, „indianische“ und afrikanische Kultgegenstände, beschäftigte sich mit den Hieroglyphen der Ägypter ebenso wie mit dem Kalender der Mayas und verarbeitete ihre Zeichen und Bilder in seinem eigenen Werk. Gleichwohl ist das aztekenähnliche Profil der Dargestellten nicht als explizites Zitat zu verstehen. Es bietet vielmehr den Anlass und Ausgangspunkt für eigene surreale Fantasien. Neben Brauners Gemälden und Skulpturen entstand auf diese Weise auch eine große Anzahl von grafischen Arbeiten auf Papier – darunter eigenständige ebenso wie vorbereitende Zeichnungen, in denen der Künstler die formalen Möglichkeiten für ein Gemälde erprobte. | Kyllikki Zacharias