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Les Montagnes

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010

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Objektbeschreibung

Schon während seiner künstlerischen Anfänge in den 1920er-Jahren hatte Calder Arbeiten auf Papier geschaffen. So illustrierte er parallel zu seinem Kunststudium an der Art Students League in New York Sportevents und Zirkusveranstaltungen für die „National Police Gazette“ und schuf Hunderte von Tuschzeichnungen von Tieren, die er in seinem Buch „Animal Sketching“ (1926) veröffentlichte. Ab den 1950er-Jahren wurde die Gouache eine wichtige Technik für den Künstler. Die schnell trocknende Wasserfarbe erlaubte ihm ein zügiges, spontanes Arbeiten. Die großformatige Gouache „Les Montagnes“ zeigt im Hintergrund eine rotglühende Sonne am gelben Himmel, vor dem sich eine Landschaft mit den titelgebenden Bergen erstreckt. Diese sind, wie der Himmel und die Sonne, ebenfalls stilisiert und in kräftigen Primär- und Sekundärfarben gehalten. Viele der späten Papierarbeiten changieren zwischen abstrakt und figurativ: Biomorphe oder auch geometrische Formen, die an Calders Plastiken erinnern, verbinden sich mit vereinfachten, naiv anmutenden Motiven wie der Sonne und anderen Himmelskörpern, Fischen oder Gesichtern. Es ist eine verspielte Szenerie, die die Imagination anregt und zum Träumen auffordert. | Maike Steinkamp