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Die Schmetterlingsschaukel


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Objektbeschreibung

Horns Kunst zeichnet sich durch die Verbindung von brachialen, industriellen Werkstoffen mit weichen, organischen Elementen aus. Insbesondere das häufig verwendete Motiv der Flügel verleiht ihren frühen Körperweiterungen und späteren Maschinenobjekten eine poetische Zartheit. Seit Anfang der 1990er-Jahre nimmt der Schmetterling eine prominente Rolle in Horns Werk ein. In ihrem 1990 entstandenen Film „Buster’s Bedroom“ konserviert die Diva Serafina, Patientin einer Nervenklinik, Schmetterlingslarven in der Hoffnung, durch sie ihre ehemaligen Geliebten wiederzuerwecken. Auch die in der Nationalgalerie befindliche „Schmetterlingsschaukel“ ist ein Sinnbild für erotisches Verlangen. Die Apparatur besteht aus zwei gegenläufig zueinander auf und abschwingenden Metallstäben, auf denen jeweils ein Paar blaue Schmetterlingsflügel angebracht sind, die nach einem vorgegebenen Rhythmus zu flattern scheinen. Der mit einem Bewegungsmelder ausgestattete Elektromotor befindet sich in einem an der Wand befestigten Metallrahmen. Der darauf montierte Glastrichter mit blauem Farbpigment suggeriert, dass die Schmetterlingsflügel gefärbt werden. Das reale oder angedeutete Zirkulieren von Flüssigkeiten findet sich häufig in Horns Maschinen und verweist auf die Alchemie und den Austausch von Körpersäften. | Irina Hiebert Grun