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Objektbeschreibung

1946 bezeichnete Marcel Duchamp in einem kleinen Text über Matta diesen als den „tiefsinnigsten Maler seiner Generation“. Er habe „Raumbezirke“ entdeckt, die im Bereich der Kunst bislang unerforscht gewesen seien (zit. nach Matta, Ausst.-Kat., München/Wien, 1991, S. 40). Seinerseits gehörte Duchamp neben Yves Tanguy zu den wichtigsten Bezugspersonen Mattas. Auf Duchamps Anraten zog Matta im November 1939 von Paris nach New York, wo er zu einem wichtigen Bindungsglied zwischen den französischen Surrealisten und den jungen Künstlern der New Yorker Schule wurde. Romy Golan zufolge ist „Locus Solus“ eines der ersten Gemälde, die Matta dem „Großen Glas“ (1915–1923; Philadelphia Museum of Art) von Duchamp gewidmet hat (Romy Golan, Matta, Duchamp et le mythe, in: Matta, Ausst.-Kat., Paris, 1985, S. 42). Zugleich nimmt es – wie Duchamps „Glas“ mit seinen sieben „Junggesellenmaschinen“ – auf den 1913 erschienenen Roman „Locus Solus“ von Raymond Roussel Bezug. Dieser handelt von einem größeren Park in der Nähe von Paris, durch den sein Besitzer verschiedene Gäste führt, um ihnen die dort von ihm eingerichteten sieben „Wunder“ zu erläutern: fantastische Erfindungen seines ingeniösen, spielerischen Geistes, gänzlich unabhängig von einer auf Logik und Nützlichkeit ausgerichteten Wirklichkeit. | Kyllikki Zacharias