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Viens avec moi dormir ...

Schenkung Sammlung Ulla und Heiner Pietzsch an das Land Berlin 2010

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Objektbeschreibung

Der Poesie von Penrose liegen die Techniken der „écriture automatique“ (des automatischen Schreibens) zugrunde. Von 1925 bis 1937 war die Künstlerin mit Roland Penrose, ab 1936 der Hauptvertreter des Surrealismus in England, verheiratet. Zentrale Themen ihres Œuvre sind Weiblichkeit und Erotik. Obwohl sie bereits in den 1930er-Jahren Collagen schuf, veröffentlichte sie diese erst 1951 in ihrem Gedichtband „Dons des féminines“ (Gaben des Weiblichen), um eine weitere Dimension zu ihrem poetischen Werk darzustellen. Der Band behandelt die lesbische Beziehung der im Untertitel genannten Maria Elona et Rubia. Die Collage „Komm und schlaf mit mir …“, die eine theatralische Szene darstellt, dient als Illustration für das Gedicht: „Komm und schlaf mit mir auf dem Bett der Ahnen, / wo die Kräfte deiner lebhaften Schönheit gemischt wurden. / Komm wieder, oh Erstaunen. / An dem Vorhang deiner Hüften, / wo ich jetzt knie / wie sonst keine andere, / flehe ich dich an, / lass mich schlafen und in die Ewigkeit verschmelzen“ (so im genannten Gedichtband, o. S.). In der Collage sind drei Bildebenen wie eine Bühne angelegt, die an der linken Seite ein Vorhang abschließt. Vorn kniet eine Frau im schwarz-grauen Kleid, die zärtlich eine stehende Frau in einem üppigen weißen Kleid berührt. Zwei Vogelgestalten mit gekrönten weiblichen Köpfen haben sich, auf der zweiten Ebene, aus ihrer Voliere befreit, vor der sie schweben. Im Hintergrund stürzen drei gewaltige Wasserfälle in den Abgrund. So hat Penrose durch die Konstruktion mehrerer Bildebenen die Visualisierung unterschiedlicher narrativer Momente des Gedichts erreicht. | Francisca Cruz