Logo

FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Das Schema der Herstellung dieses Lamellophons ist wie folgt:

1. Aus einem Holzstück wurde ein Resonator herausgeschnitten.

2. Auf der Rückseite, Mitte links wurde ein Vibratoloch mit dem Messer eingebohrt.

3. Die Dicke des Korpus beim Loch ist etwa 0,6 cm, die Dicke der ganzen Resonatorseite etwa 2 cm.

4. Darauf wurde das Klangbrett in der genauen Passform geschnitzt um den Resonator abzudecken.

5. 7 Lamellen wurden wie folgt montiert: In das Klangbrett versenkte man aus hartem Stahl zwei parallele Eisenschienen: Die Hinterstegschiene etwa 0,7 cm, der Vordersteg etwa 1 cm hoch.

6. Die Lamellen, gleichfalls aus sehr gutem Stahlmaterial hergestellt, sind etwa 0,5-0,7 mm breit und an den Spielenden mit der Feile in leichter Spitzform abgerundet. Diese Metallzungen sind etwa 1 mm dick.

7. Zur Befestigung der Lamellen nahm er einen sehr dicken Stahldraht (3mm), der als Druckbalken diente. Dieser liegt den Lamellen zwischen Steg und oberer Schiene (Nackenstützre) auf. Er ist mit einem dünneren, längeren Draht nach folgendem Schema angebunden.

Die Stimmung dieser Lamellen (und das Instrument ist immer noch gestimmt) folgt einer pentatonischen, anhemitonisch pentatonischen Leiter wie etwa in der Musik für bangwe (Brettzither) eines Limited Mfundo, aber von links nach rechts in irregulärer Folge. [...]
Die Resonatorgestaltung ist originell. Das Klangbrett ist einfach wie bei Plastikdosen hineingepreßt und hält. [...]
Der gerade Steg wird in das Klangbrett hineinversenkt.

aus: Gerhard Kubik: Kalimba, Nsansi, Mbira - Lamellophone in Afrika. Berlin 1998, S. 214-215.