Mittel-Kelten: Süddeutsche „Kreuzmünzen“
Objektbeschreibung
Vorderseite: Kopf mit Haaren, die durch eine Linie vom Gesicht getrennt sind, nach r.
Rückseite: Kreuz mit vier Feldern. In zwei Feldern sich jeweils gegenüberstehend drei pyramidal angeordnete Kreise und zwei Pfeile mit der Spitze nach innen.
Kommentar: Kreuzquinare vom Typus Kellner „Dühren“. Fundorte dieses Typs liegen hauptsächlich in Bayern mit Manching als wahrscheinlicher Prägestätte [vgl. Nick (2001) 46]. Vereinzelt aufgetreten ist der Typ ebenfalls in Baden-Württemberg, Hessen, Rheinland-Pfalz sowie Österreich (Land Salzburg).
Literatur: Vgl. G. Savès, Les monnaies gauloises à la croix (1976) 222 Nr. 473 (dort Kopf nach r., Gruppe „à la croix d'Outre-Rhin“ série II); H.-J. Kellner, Die Münzfunde von Manching und die keltischen Fundmünzen aus Südbayern (1990) Typenübersicht 6, Dühren (dort Kopf nach r., Süddeutschland, datiert ca. Latène C2/D1); M. Nick, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa I-II. FBAG 12 (2001) Taf. 2,16 (dort Kopf nach r., Typ Dühren, datiert ca. 3. Viertel 2. Jh. v. Chr.-Latène D1).
Weitere Informationen zum Objekt finden Sie hier: https://ikmk.smb.museum/object?id=18273232