Mittel-Kelten: Süddeutsche „Kreuzmünzen“
Objektbeschreibung
Vorderseite: Kopf mit Haaren aus zwei Reihen entgegengesetzter Bögen nach r.
Rückseite: Kreuz mit vier Feldern. In den Feldern ein V mit Endkugeln, eine Ellipse, zwei Punkte, ein Strich mit Endkugeln.
Kommentar: Kreuzquinare vom Typus Kellner Schönaich II. Fundorte dieses Typs sind hauptsächlich entlang des Neckars, um den Bodensee und in Bayern südlich der Donau. Vereinzelt ist der Typ um den Main in Unterfranken sowie Österreich und in Tschechien bei Stradonice belegt.
Literatur: G. Savès, Les monnaies gauloises à la croix (1976) 222 Nr. 474 (Gruppe „à la croix d'Outre-Rhin“ série II). Vgl. H.-J. Kellner, Die Münzfunde von Manching und die keltischen Fundmünzen aus Südbayern (1990) Typenübersicht 6, Schönaich II (dort Reihenfolge der Beizeichen im Kreuz anders, Süddeutschland, datiert ca. Latène D1); M. Nick, Gabe, Opfer, Zahlungsmittel. Strukturen keltischen Münzgebrauchs im westlichen Mitteleuropa I-II. FBAG 12 (2001) Taf. 3,1 (dort Reihenfolge der Beizeichen im Kreuz anders, Typ Schönaich, datiert ca. Latène D1).
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