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Wasser zwischen Häusern


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Objektbeschreibung

Nach dem Zusammenbruch der ungarischen Räterepublik kam der als Ladislas Weisz geborene Künstler, der sich später Peri nannte, nach Berlin, wo er von 1920 bis 1933 lebte. Er stellte in Herwarth Waldens Galerie Der Sturm aus sowie mit der Novembergruppe auf der „Großen Berliner Kunstausstellung“. Von 1924 bis 1928 war er als Architekt beim Berliner Stadtbauamt beschäftigt. Die heute verlorene Erstfassung von „Wasser zwischen Häusern“ wurde 1920 auf Holz gemalt und im Februar 1922 in der Sturm-Galerie gezeigt. Der Bildträger bestand aus der Kombination einer Rechteck- mit einer Halbkreisfläche und war damit ein Vorläufer der „shaped canvases“. Das von Peri dargestellte Motiv kubisch abstrahierter Gebäude mit ihren präzise konturierten Spiegelbildern in einem See gehörte zu einer Serie von konstruktivistisch angelegten „Raumkonstruktionen“. Parallel dazu gestaltete Peri kommunistische Propagandaplakate wie „Bündnis Moskau Berlin bringt Rettung“ (1921; Universitäts- und Landesbibliothek Darmstadt). Nachdem er 1933 ein Mitglied der Gestapo körperlich attackiert hatte, musste Peri überstürzt nach London fliehen. Seine in Berlin zurückgelassenen Werke wurden zerstört. In England fertigte er eine kleinere Fassung von „Wasser zwischen Häusern“ auf farbig getöntem Beton an, vermutlich erst für seine Ausstellung „From Abstract Art to New Realism“ in London 1952. Dabei nahm er leichte Veränderungen am Motiv vor. Nach Peris Tod wurde diese zweite Version Ende der 1970er-Jahre von unbekannter Hand überarbeitet und der durch ein Foto überlieferten Urfassung (www.peterlaszloperi.org.uk/biography-of-peter-laszlo-peri, Abruf 28.4.2021) angeglichen. | Dieter Scholz