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Objektbeschreibung

Darstellung von Maria mit Kind nach Typ der "Hodegeria". An den Seiten u.a. Darstellung der Paraskevi von Iași (hlg. Paraskewa, in kyrill. Schrift), die in den slawischen und der rumänischen orthodoxen Kirche (nicht aber in der griechischen) verehrt wird. Die Verwendung des griechischen "IC XC NI KA" auf den Türvorderseiten anstatt seiner bulgarischen Entsprechung (ИС ХС НИ КА) weist evtl. auf eine die Zweisprachigkeit bzw. auf eine Überlagerung in der Liturgie am Übergang des 19./20. Jahrhunderts hin, die für den multiethnischen Sammelort (südl. von Burgas) in dieser Zeit nicht untypisch gewesen sein dürfte.    

Der Sammler Gustav-Adolf Küppers-Sonnenberg sammelte die Ikone im Juni 1939. Dies geschah im Rahmen der letzten seiner insgesamt fünf Sammelreisen auf dem Balkan. Sammelorte waren dabei vor allem die Ortschaften Brodilovo, Sozopol, Zarewo (früher auch unter dem griechischen Namen "Wasiliko" bekannt) und Balgari (früher auch unter dem griechischen Namen "Vurgari" bekannt).  

Küppers Tochter Heimtraut beschrieb diesen Teil der Reise in ihrem Reisetagebuch, vgl. Einträge ab 3.6.1939 (MEK, Ident.-Nr. N (62 F) 2/2023).