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Objektbeschreibung

Bemalter Handrocken; laut Karteikarte wurde dieser neu erworben.

In Bulgarien gab es die Handrocken in verschiedenen Formen; lt. der Beschreibung des Ethnografen Christo Vakarelski wurde das Material bei "schaufelartigen" Exemplaren wie diesem zu einer Kugel zusammengedreht und dann angebunden mit einem Bindfaden oder Lederriemen.

Das Objekt aus dem Osten Bulgariens wurde im Rahmen der letzten von insg. fünf Sammelreisen gesammelt, die der Journalist Gustav-Adolf Küppers im Jahr 1939 unternahm. Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten. Diese veröffentlichte er auch in nationalsozialistischen Periodika, wie "Volk und Rasse".