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Objektbeschreibung

Der Sammler Gustav-Adolf Küppers war bei mehreren Sammelreisen durch Südosteuropa (1935-1939) insg. drei Mal in Galicnik, wo er die mehrtägigen Hochzeitsbräuche intensiv beobachtete und fotografisch dokumentierte (vgl. u.a. seinen Aufsatz "Die Hochzeiten zu Gallitschnik in Mazedonien" (Zeitschrift für Ethnologie 73,6 [1941]). 

Zu sehen sind etwa ein Dutzend Männer und Frauen in dunkler Kleidung, die sich an den Händen fassend im Kreis tanzen. 
Der Sammler Küppers beschrieb die Initiationsrituale bei Einzug der zukünftigen Braut ins Haus des Bräutigams in seinem Aufsatz zum Thema.

Bis heute wird in Galicnik, im Westen Nordmazedoniens das traditionelle, fünf Tage andauernde Hochzeitsfest gefeiert. Heute nahezu vollständig entvölkert, war die Region schon zu Küppers Zeit stark von Migration geprägt. Zum Teil lebten die Teilnehmenden der Hochzeit im Ausland und kamen nur für die Hochzeitsfeierlichkeit zurück.  

Küppers Tochter Heimtraut beschrieb die Feierlichkeiten in ihrem Tagebuch (Sammlung MEK) im Eintrag vom 12.7.1939, wo u.a. auch deutlich wird, dass es sich schon zu dieser Zeit um eine von vielen Reportern und Journalisten besuchte Veranstaltung handelte. 
Unter anderem beschreibt sie, dass sie für eine von Küppers Fotoserien über die Brautkleider als Fotomodell diente.