Objektbeschreibung
Hochformat, Unikat, Porträt. Die Ferrotypie zeigt einen jungen Mann stehend. Zeigt einen jungen Mann, der vor einer schlichten, am unteren Rand stuckierten Wand steht. Sein linker Arm ist angewinkelt, die linke Hand in die Hüfte gestemmt. Sein rechter Unterarm ruht auf einer Balustrade mit Stuckverzierungen. Er trägt eine dunkle Hose, eine dunkle Weste, ein helles Hemd mit dunkler Fliege, sowie ein dunkles Jackett, dessen Rand mit einer Paspel eingefasst ist. Er blickt leicht schräg aus dem Bild heraus, seine Haare sind seit gescheitelt. Über der Weste ist vermutlich eine Uhrenkette zu erkennen. Die Wangen sind leicht rot koloriert.
Die Ferrotypie ist in ein zeittypisches Passepartout mit ovalem Bildausschnitt und geprägten floralen Elementen eingefasst.
Die Ferrotypie stammt aus dem Besitz der Familie der Schenkerin und kommt somit vermutlich aus den USA (ev. Ostküste, Maine). Über die dargestellte Person gibt es keinerlei Hinweise/weiteren Informationen.
Das Porträt ist typisch für seine Zeit. Anders als bei vielen Porträts dieser Zeit fehlt ein gemalter Studiohintergrund, dafür ist die Balustrade, auf der der rechte Arm des Mannes ruht, repräsentativ. Die partielle Kolorierung der Wangen in rot war durchaus gebräuchlich, um die Fotografien lebendiger erscheinen zu lassen.
Das Unikatverfahren der Ferrotypie ist eine Weiterentwicklung des Verfahrens der Ambrotypie, bei der eine Collodiumschicht auf eine Glasplatte aufgebracht wird. Bei der Ferrotypie wird die Glasplatte ersetzt durch ein schwarz lackiertes Eisenblech. Auch hier erscheinen wie bei der mit schwarzem Untergrund hinterlegten Glasplatte der Ambrotypie in der Realität helle Partien (z.B. helle Kleidung) hell ab und in der Realität dunkle Partien (z.B. dunkle Kleidung) durch den dunklen Untergrund dunkel. Man spricht dabei auch von einem Scheinpositiv-Verfahren, da die Collodiumbeschichtung de facto ein Negativ darstellt, das durch den dunklen Untergrund als Positiv erscheint. Ferrotypien waren dabei in der Herstellung einfacher und günstiger als Ambrotypien sowie weit weniger zerbrechlich als Ambrotypien. Das Verfahren wurde 1853 von Adolphe Alexandre Martin in Paris vorgestellt und fand ab ca. 1855 Verwendung. Besonders populär war es in den USA, wo es 1856 von Hamilton Lamphere Smith patentiert wurde. In den USA sprach man auch leicht abwertend auch von tintypes („Blechdrucken“), da die Fotografien recht günstig waren und so die Porträtfotografie der jungen Einwanderungsgesellschaft in den USA demokratisierte.
Die Ferrotypie ist in ein zeittypisches Passepartout mit ovalem Bildausschnitt und geprägten floralen Elementen eingefasst.
Die Ferrotypie stammt aus dem Besitz der Familie der Schenkerin und kommt somit vermutlich aus den USA (ev. Ostküste, Maine). Über die dargestellte Person gibt es keinerlei Hinweise/weiteren Informationen.
Das Porträt ist typisch für seine Zeit. Anders als bei vielen Porträts dieser Zeit fehlt ein gemalter Studiohintergrund, dafür ist die Balustrade, auf der der rechte Arm des Mannes ruht, repräsentativ. Die partielle Kolorierung der Wangen in rot war durchaus gebräuchlich, um die Fotografien lebendiger erscheinen zu lassen.
Das Unikatverfahren der Ferrotypie ist eine Weiterentwicklung des Verfahrens der Ambrotypie, bei der eine Collodiumschicht auf eine Glasplatte aufgebracht wird. Bei der Ferrotypie wird die Glasplatte ersetzt durch ein schwarz lackiertes Eisenblech. Auch hier erscheinen wie bei der mit schwarzem Untergrund hinterlegten Glasplatte der Ambrotypie in der Realität helle Partien (z.B. helle Kleidung) hell ab und in der Realität dunkle Partien (z.B. dunkle Kleidung) durch den dunklen Untergrund dunkel. Man spricht dabei auch von einem Scheinpositiv-Verfahren, da die Collodiumbeschichtung de facto ein Negativ darstellt, das durch den dunklen Untergrund als Positiv erscheint. Ferrotypien waren dabei in der Herstellung einfacher und günstiger als Ambrotypien sowie weit weniger zerbrechlich als Ambrotypien. Das Verfahren wurde 1853 von Adolphe Alexandre Martin in Paris vorgestellt und fand ab ca. 1855 Verwendung. Besonders populär war es in den USA, wo es 1856 von Hamilton Lamphere Smith patentiert wurde. In den USA sprach man auch leicht abwertend auch von tintypes („Blechdrucken“), da die Fotografien recht günstig waren und so die Porträtfotografie der jungen Einwanderungsgesellschaft in den USA demokratisierte.