Ein Todtentanz, Schlussblatt
Objektbeschreibung
Alfred Rethels Bildfolge Ein Todtentanz mit Versen von Robert Reinick, die seit 1849 in vielen Auflagen publiziert wurde, war ein großer Erfolg. Sowohl die Bezugnahme auf die mittelalterliche Bildtradition des Totentanzes und die Bilder des Todes, einer Folge von 41 Holzschnitten von Hans Holbein d. J. (um 1497–1543), als auch auf das aktuelle Zeitgeschehen, den dramatischen Ereignissen der deutschen Revolution von 1848, erregten Aufsehen. Die sechs Holzstiche der Folge bilden einen narrativen Zusammenhang, von der Ankunft des Todes, der die Attribute der Gerechtigkeit an sich genommen hat, seiner demagogischen Verführung der Bürgerschaft im Namen der Republik und der Parole "Freiheit Gleichheit Brüderlichkeit" bis zu seinem Triumph über die sterbenden Revolutionäre auf den Barrikaden. Die Holzstiche nach Entwürfen von Alfred Rethel wurden unter der Leitung von Hugo Bürkner im Atelier für Holzschneidekunst an der Dresdner Kunstakademie gedruckt und in Georg Wigand's Verlag in Leipzig herausgegeben.