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Baumreiche Landschaft mit einem Weg


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Objektbeschreibung

Die in Kreide gezeichnete Landschaft wurde mit dem Pinsel in verschiedenen Grün-, Braun- und Blautönen aquarelliert. Im Himmel sind Wolken mit Konturen in Deckweiß angedeutet. Ebenso sind einige Lichter in den Bäumen und Büschen gesetzt. Auf dem Weg, der den Blick nach rechts in die Tief hin zum Horizont leitet, sind sich zwei Wanderer begegnet. De Vadder evoziert einen momentanen stimmungsvollen Eindruck in der Natur, ähnlich wie Rubens in seinen späten Landschaften.
Mit dem tiefen Horizont, der naturnahen, realistischen Landschaft und der stillen, beinah poetischen Stimmung ist die Auffassung dieser Zeichnung nahe an jener Jan Brueghels d. Ä., wenn auch ohne den ausgeprägt narrativen Charakter, der sich in vielen Brueghel-Zeichnungen findet. Im Gegensatz zu Brueghel ist die Ausführung bei de Vadder jedoch ungleich freier. Zugleich ist die Landschaft wohl komponiert, bildet doch der dunkle Hügel rechts einen kompositorischen Gegenpol zu den kräftig grünbraunen Bäumen links.
De Vadder, der 1628 in die Brüsseler Lukasgilde aufgenommen wurde und zeitlebens in der Residenzstadt arbeitete, gilt als Begründer einer Gruppe Brüsseler Landschaftsmaler, zu denen auch Jacques d'Arthois, Lucas Achtschellinck und Ignatius van der Stock gehörten. De Vadder fand seine Motive meist in der näheren Umgebung der Stadt, etwa im pittoresken Wald von Soignes (Zoniënwoud) mit seiner dichten Vegetation, seinen Lichtungen, Teichen, sich kreuzenden Wegen und kleinen Weilern.