Knüppelbrot, gebrochen
Objektbeschreibung
Zerbrochenes Weizenbrot in der Form eines Baguettes.
Küppers war u.a. im Auftrag der Abt. "Eurasien" (später Abt. "Europa") des damaligen Museums für Völkerkunde unterwegs. An mehreren Orten nahm er auch Wachswalzen für die Phonogrammabteilung des Museums auf. Zudem betätigte er sich im Zeichen der nationalsozialistischen Rassenpolitik: Für das Kaiser-Wilhelm-Institut für Anthropologie, menschliche Erblehre und Eugenik fertigte er in vielen Dörfern Fingerabdrücke der Bewohner*innen an. Zudem machte er Portraitaufnahmen, die die vermeintlich typischen Physiognomien der Menschen zeigten und taxierten.
Ein Hintergrund der Sammlungstätigkeit von Küppers war die Industrialisierung und Urbanisierung der Staaten Südosteuropas und die mit ihr einhergehende soziale und kulturelle Differenzierung. In der Landwirtschaft wurden in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zunehmend Maschinen und Technisierung eingeführt, die die vorherigen Verfahren und Instrumente ablösten. Eine wesentliche Motivation von Küppers bestand in der Dokumentation eines - seiner Meinung nach - dem Aussterben geweihten bäuerlichen und dörflichen Zusammenlebens mitsamt seiner materiellen Kultur.
Eines der Hauptinteressen Küppers' waren die Ornamentik, u.a. auf Gebildebroten. In diesem Kontext erwarb er wohl auch dieses herkömmliche Brot.