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Objektbeschreibung

Salzfass aus Birkenrinde geflochten, in Gestalt einer Ente. Der Kopf, aus Holz, dient als Stöpsel zum verschließen des Gefäßes.
Im Norden Russlands wie auch in Finnland wurden Salzgefäße häufig aus Birkenrinde geflochten. Birkenrinde ist wasserabweisend und die geflochtenen Streifen sind so dicht, dass kein Salz herausrieseln kann. In diesen leichten, unzerbrechlichen Fläschchen konnten Salzvorräte gut auf Reisen mitgenommen werden.

Die Verbreitung, Bezeichnung, Ausformungen und Herstellung von Birkenrindenflaschen und insbesondere Salzflaschen in Finnland beschreibt Niilo Valonen (1952, S. 109 ff.). Demnach wird die Salzbüchse gerade oder schräg geflochten und die fertige Flasche in warmes Wasser getaucht, damit sie dicht wird. Zur Funktion der Flaschen schreibt er: "Darin hielt man den Mundsalzvorrat, wenn man auf die Heuwiese, auf den Fischfang besonders mit Zugnetzen, auf entlegene Schwenden, zum Viehhüten, auf die Jagd, auf Waldarbeiten usw. ging. (...) Auch konnte sie eine in Fett gebratene Roggenmehl- und Salzmischung enthalten, die man als Zubrot verzehrte (Juva Sav), oder Proviantzucker (...), und man konnte sie als Schafsköderbüchse, lammaspala-astia, beim Locken von Tieren gebrauchen (...). Die Salzflasche trug man im Ranzen oder in der Tasche zusammen mit anderer Wegzehrung. (S. 110f.)