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Objektbeschreibung

Die Wiege wurde 1947 für das älteste Kind der der Familie der Vorbesitzerin vom Großvater hergestellt. Nach der Musterung der Bänder war sie für einen Jungen bestimmt.
Sie konnte für das erste Lebensjahr genutzt werden.

Der Wiegenboden ist aus einem konvex gebogenen Kiefernstammsegment gearbeitet, dass innen bis auf ca. 4 cm ausgehöhlt wurde. Am Fußende ein 9,5 cm hohes Brett eingepasst.
Der Baldachin über dem Kopfende ist aus zwei sich kreuzenden Spänen aus Birkenholz gebildet. Diese Konstruktion ist mit Leder bespannt, indem die über die Wiege geschlagenen Lederteile mit einer Wolltundel, die durch Lederschlaufen geführt wird, übereinander gebunden werden. Je nach Größe des Kindes kann das "Etui" auf diese Weise vergrößert werden. 
Vom Baldachin aus verlaufen 3 Webgitterbänder, die in ein Band übergehen über die Wiege. Das Ende dieses Bandes ist am Fußende an einer Lederschlaufe befestigt. Diese sind dafür da, damit ein darübergelegtes Tuch (z.B. zum Schlafen) auf Abstand gehalten werden kann. Die Musterung der Bänder ist für einen Jungen gewählt.

Bei den Skoltsámi werden Wiegen abgestellt oder im Arm gehalten, also nicht aufgehängt wie bei anderen Sámi.