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Objektbeschreibung

Angefangener Korbboden, bestehend aus acht kurzen, geschälten Weidenruten, die überkreuz gelegt Raum für 16 Staken ergeben. Zwischen den sternförmig auseinanderstehenden Bodenstöcken wurde das kreisrunde Geflecht (über eins unter eins) von Innen begonnen. Die Enden des unvollendeten Geflechts stehen ab.

Dieser Korbboden entstand in Portugal, in der Werkstatt von Korbmacher Antonio de Oliveira Barata, Goncalo.
Die meisten Körbe werden von unten nach oben geflochten, so dass am Anfang der Boden geflochten wird. Die kurzen Ruten - hier sind es 16 - sind genau abgezählt, damit das Geflecht später aufgeht. Ein* Korbmacher*in muss also schon von Beginn an wissen und festlegen, wie der Korb später aussehen soll.  Vor der Verarbeitung wurden die Ruten gewässert, damit sie biegsam sind. Zunächst werden die kräftigen Ruten (Bodenstöcke) mit dünnen Ruten (über eins unter eins) sternförmig umflochten, später werden kräftigere Ruten als Staken verwendet. Wenn der gewünschte Bodendurchmesser erreicht ist, werden zwischen die Bodenruten lange Staken für die Seitenwandung eingesteckt (hier noch nicht vorhanden).