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Objektbeschreibung

Sperrholzbrett als Sitz mit halbrunder Aussägung für die Lenkstange des Rades. Am Brett zwei kräftige, mit Plaste überzogene Metallbügel zum Einhängen des Sitzes am Lenker. Der Sitz wird so angebracht, dass das Kind mit dem Gesicht zum Radfahrer sitzt. Rücken und Seitenteil bestehen aus Korbgeflecht mit zopfartigen Muster oben drauf. Korbgeflecht ist mit Nägeln am Brettchen befestigt. Als Fußstütze dienen zwei Sperrholzbrettchen. Diese sind mit Holzstäben und Korbzopf am Sitzbrett befestigt. In Brusthöhe des Kindes Holzstab, dieser ist so wie die Enden der Fußstützenstäbe mit hellerem, gelben Flechtmaterial umwickelt.
Solche am Lenker ansteckbaren Fahrradkindersitze aus Korb sind leicht und praktisch zu verwenden. Bevor es Kunststoffsitze gab, erfreuten sie sich großer Beliebtheit. Sie sind für kleinere Kinder geeignet, bergen jedoch die Gefahr, mit den Füßen in die Speichen zu kommen. Daher sind sie in Deutschland seit den 1990er-Jahren für den Straßenverkehr nicht mehr zugelassen.
Die Herstellung dieser Sitze ist z.B. im „Fachbuch für den Korbmacher" von Otto Schreck (Leipzig, 1955), S. 97 beschrieben. Damals waren auch Ausführungen für den Gepäckträger üblich. Heute werden solche Sitze noch in Polen, in der Nähe von Nowy Tomysl hergestellt, im Dezember 2021 wurden diese beispielsweise auf einem Markt in Lutherstadt Wittenberg angeboten.