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Objektbeschreibung

Zwei Biegen:
a) Die große Biege ist aus schwerem Holz mit breiten Jahresringen. Sie hat zwei Durchbohrungen, von denen die untere mit einem Stopfen verschlossen ist. Es gibt starke Gebrauchsspuren (Schlag- und Schleifspuren) am oberen Loch. Ein abgeplatztes Holzstück oberhalb des Loches wurde mit vier Nägeln wieder befestigt.

b) Die kleine Biege für Kranzbinderei aus Dankerode im Harz ist aus leichtem Holz und hat eine große Durchbohrung. Das Holz an der geraden Unterseite ist sehr rauh, an der gerundeten Oberseite dagegen vom Gebrauch glatt und weist leichte dunkle Verfärbungen auf. 


Als Henkel oder Rahmen einfacher Körbe werden gern kräftige Haselnuss- oder Weidenzweige verwendet, die eine gleichmäßige Biegung aufweisen müssen. Nicht nur die Henkel eines Korbes müssen gleich sein, sondern alle Körbe einer Serie sollen dieselben Maße und Henkelgrößen haben. Dafür nutzt man solche Biegelehren. Die gewässerten und z.T. erhitzten Zweige werden darüber gezogen und erhalten so den gewünschten Radius. Nach dem Trocknen (sie werden solange unten zusammengebunden) bleiben sie dauerhaft in Form und können in Körbe eingeflochten werden.
Auch für die Kranzbinderei, d.h. für das Fertigen von Kranzrohlingen aus Haselnuss- oder Weidenzweigen wurden solche „Biegen" früher benutzt. 

Die Biegen stammen aus Dankerode im Harz.